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Thursday, May 15, 2014

Vhekoshta oder Drachenfriedhof?

25.1.1383 bis 11.2.1383

Nach der Schlacht folgte die übliche Besprechung mit den Generälen der diversen Armeen. Anschließend wurde Aza zu Andur zitiert.
Währenddessen tat der Rest der Kritischen Masse, wofür er schon bekannt ist: Trinken. Und zwar in großen Mengen. Trotz Anwesenheit hoher Adeliger.
Es kam, wie es kommen musste: Die Shades vollführten einen "geheimen" Assasinenangriff, der die Kritischen allerdings nur tangierte. Aza versagte ein wenig bei der Verteidigung; 2 Grafen ließen ihre Leben.
Am folgenden Tag, den 26.1., begann die Erzmagierin endlich, ihre Aufgaben als Erzmagierin wahrzunehmen. Sie schickte Træak an ihrer Statt, um über die Kritische Masse zu wachen, oder so.
Aldaron und Mandred begaben sich an diesem Tage alleine nach Zazesspur, um Schuhe zu kaufen. Ja.
Am 27. Jänner wurde Gambelgoth von seiner Frau verlassen, wie erwartet. Rusmor, ein Zwerg, ist jetzt ihr neuer Weggefährte.
Mandred wurde nun endgültig in die Kritische Masse aufgenommen, da er in einer gemeinschaftlichen Sitzung bereit erklärte, einen von Aza gesprochenen Geas auf sich zu nehmen, der ähnlich formuliert wurde, wie der Geas, den die Kritischen zur Rettung Mystras auferlegt bekamen, nur weniger tödlich.
Quilithas wurde zur Kritischen Masse gerufen, um Aza zu ersetzen. Geplant war, Vhekoshta endlich auszurauben. Es folgte eine Besprechung, wie dies gelingen sollte. Ergebnis: Eine Bibliotheksrecherche soll helfen! Ab nach Daaromar - für 2 Tage aber nur.
Træak, der Meisterbibliothekar, war leider nur von geringer Hilfe, wenn überhaupt.
Ergebnisse der Recherche: In der Krypta befinden sich - neben vielen anderen und mächtigeren Gegenständen - ein verfluchter Ring of Evasion sowie ein Carpet of Flying. Aha.
Viel wichtiger aber war die Information, wie sich die Helden gegen das unsägliche ewige Vergessen, das durch Trinken oder auch nur Berühren des Flusses Styx ausgelöst werde, schützen können. Dazu können Tränke aus Bestandteilen von Styx-Dämonen gebraut werden, oder auch aus einem Styx-Drachen.
Weiters befindet sich ein Vrolikhai in Vhekoshta - vermutlich seitdem die Helden erfolglos versuchten, dort einzudringen. Selbst schuld.
Da Gambelgoth trotz des bisherigen Informationsbeschaffungsaufwands nicht locker ließ und weiterhin den Besuch beim Drachenfriedhof propagierte, wurden einige Helden unschlüssig. Nach endloser Diskussion stand es, wie so oft, unentschieden in der Kritischen Demokratie. Die einzige wahre Lösung: Entscheidung durch Kampf!
Benelias und Træak erklärten sich dazu bereit.
Træak teleportierte sich mit seinen Mönchsfähigkeiten gleich zu Beginn ewig weit weg, was Benelias nur den Kopf schütteln ließ. Kurz darauf kam der Silberglatzige Mönch aber wieder zurück - und wurde von dem Paladin mit zwei mythischen Hieben bewusstlos geschlagen. Schwache Vorstellung des Kranichmönchs.
Also Kehrtwende, und auf zum Drachenfriedhof!
Dieser befindet sich in den Endless Wastes beim Lake of Mists. Da Aza derzeit, wie erwähnt, beschäftigt war, mussten die Helden am 2. Februar 1383 wohl zum ersten Mal seit Jahren wieder Geld für eine Teleportation bezahlen.
Der genaue Standort des Drachenfriedhofs war den Helden allerdings unbekannt, so mussten sie sich "durchfragen". Aldaron bezirzte einige Leugrottas, die dann plötzlich sehr freundlich und hilfreich waren.
Auf dem weiteren Weg musste ein Lager von Dragonkin - sadistische, sklavenhaltende Drachenverwandte - weichen, und zwar in die ewigen Jagdgründe. Zuvor wurde einer von ihnen allerdings noch befragt - auf Aldaronart. Danach wurden ihm nur die Flügel gebrochen, damit er seine Freunde nicht so schnell warnen kann. Die Helden sind schließlich nicht grausam!
Ergebnis der Befragung war, dass es wohl einen Ancient Brass Dragon namens Unasthaleyan gibt, der geschätzte 1600 Jahre alt ist und vermutlich Wächter des Drachenfriedhofs.
Glücklicherweise liefen die Helden kurz darauf seinem Halbdrachen-Lizardfolk-Sohn Ghannard Draarrn über den Weg. Ghannards riesiger Hammer imponierte den Kritischen. Sie überzeugten ihn nach einigem Geplänkel, dass sie in guter Sache unterwegs seien und seinen Vater suchen. Ghannard wollte ihnen helfen, konnte aber das Gesetz des Waldes nicht unbeachtet lassen. So kam es zu einem Wettkampf.
Es galt, Hirsch mit den drei Hörnern zu finden und ihn zu reiten. Nackt, versteht sich. Der frischgebackene Kritische Mandred, Waldläufer, schien wie geschaffen für diese Aufgabe. Ghannard trat höchstpersönlich gegen ihn an. So verschwanden die beiden Nudisten im Wald, und ihren Gefährten blieb nichts als sich hinzusetzen, Grillspieße zu richten und zu warten…
Nach geschlagenen vier Tagen ertönte ein markerschütternder Schrei durch den gesamten Wald, und alle wussten sofort: Der Hirsch wurde geritten!
Die verbleibende Frage war: von wem?
Mandred und Ghannard kehrten nicht viel später wieder. Mandred hatte gesiegt!
Der Halbdrache-Lizardfolk löste sein Versprechen ein und brachte uns daraufhin zu seinem Vater, dem großen Ewigalten Drachen.
Ein imposantes Wesen! Aldaron wurde die Ehre zuteil, zu versuchen, dieses zu überzeugen, uns auf den Drachenfriedhof zu lassen. Seine Taktik: Wahrheit. Er erzählte Unasthaleyan von dem Vorhaben, Mystra zu retten, wofür der Golbulus benötigt wurde, der nur vom Titanenschmied Grebaldur zusammengesetz werden konnte, dessen Aufenthaltsort der Geist eines bestimmten Drachen möglicherweise kannte…
Der haushoch überlegene Drache war zumindest nicht vollends angeekelt. So gab er den Helden eine Chance: Besiegten sie ihn in einem Rätselduell, würde er ihnen helfen!
Der Mönch hatte keine Chance, die hochkomplexe arkane Frage des Drachen zu beantworten. Schlecht sah es für die Kritischen nach einigen weiteren Fragen in verschiedenen Wissensgebieten aus. Doch dann kam Mandred, und trickste den Drachen in Geographie aus! Auch Benelias konnte in Religion den Drachen überlisten, und schlussendlich gewannen die Kritischen knapp, aber wie immer verdient!
Unasthaleyan offenbarte ihnen nun, dass er ihnen das Geheimnis, wie der Friedhof zu betreten sei, zwar sagen werde, er es jedoch "keinem Lebenden" verraten dürfe. Dementsprechend musste jemand sterben.
Benelias und Mandred stritten sich einige Zeit um die Gunst, sterben und das Geheimnis entgegen nehmen zu dürfen. Das Risiko war relativ hoch, denn die Helden konnten mit Breath of Life zwar einen von ihnen innerhalb sehr kurzer Zeit ohne jegliche Nachteile wieder zum Leben erwecken. Doch war fraglich, ob dieser jenige innerhalb dieser kurzen Zeit in der Lage wäre, das Geheimnis vollends zu erfassen.
Schlussendlich wurde Mandred die Ehre zuteil, sterben zu dürfen.
Und er konnte das ihm von Unasthaleyan übermittelte Geheimnis nicht schnell genug begreifen, so starb er wirklich.
Also packten die Kritischen seine Leiche ein und wechselten die Ebene - auf die Kritische Ebene - und wechselten dann die Ebene wieder zurück auf die Materielle um sich dann nach Castle Thetyr zu teleportierten. Warum? Weil sie niemanden bei sich hatten, der oder die einen Greater Teleport Zauber wirken konnte, und die Entfernung von ihrem Standort zu Castle Thetyr zu groß war, um mit einem einfachen Teleport überwunden werden zu können. Workaround nennt man das.
Mandred wurde sodann für viel Geld wiederbelebt.
Gambel und Aldaron begaben sich alleine zu einem Händler, um Beute zu Gold zu machen. Da Aza nicht mit den Kritischen unterwegs war, verfügte Aldaron in der Zwischenzeit über die beiden Golbulusteile. Die Tatsache, dass sie nur zu zweit waren, führte zu einem Überraschenden Angriff von Traumont, dem sie nur knapp entgingen. Leider sah Traumont die auf die Kritische Ebene eingestellte Rod. Nun konnte er sich wohl denken, dass die Kritischen irgendwo einen eigenen, Kritischen Ort haben… Gambel berichtete Aza von diesem Missgeschick. Die Kritische Ebene bedarf nun wohl einiger zusätzlicher Absicherungen.

- Aza

Saturday, October 5, 2013

Die Gerechtigkeit Kelemvors

10.11.1382 bis 25.11.1382

Zum Glück hatte Aza noch einen Zauberstab, der mit der Ebene Shedaklah verbunden war, sonst hätte die kritische Masse alle 221 Ebenen die vor Shedaklah liegen durchwandern müssen. Ihr erstes Problem bei der Suche bestand darin, den genauen Standort der Krypta von Vhekoshta ausfindig zu machen, also versuchten sie ihr Glück in der so ziemlich einzigen Stadt in dieser Ebene, Xhubhullosk. Wieder mittels Gambelgoth`s Windwalk erreichten sie die Stadt innerhalb weniger Stunden und machten sich sogleich auf, um etwas über die sagenumwobene Krypta herauszufinden - oder zumindest einmal eine Person zu finden, welche angeblich etwas über sie wusste. Die Helden teilten sich in zwei Gruppen auf, um die Suche zu beschleunigen, wobei es nie wirklich gut für die Helden ausging, wenn sie sich aufteilten. Auf Abenteuern der kritischen Masse verhält sich die getrennte Suche nach egal was nämlich meistens wie in Horrorfilmen. Einer nach dem anderen verschwindet, oder ihm stößt etwas Schreckliches zu.
Schließlich fanden die Helden relativ rasch Informationen über einen sehr alten Tiefling namens Ferrad, der in der Stadt wohnte und etwas über die Krypta zu wissen schien. Allerdings schien er ein wenig verrückt und  auch noch Opfer eines Fluchs geworden zu sein. Bald standen sie vor dem Haus des Tieflings und klopften an, jedoch war der Bewohner äußerst unfreundlich und ließ sich nur mit Aussicht auf ein wenig Feuerriesenschnaps dazu erweichen, die Tür zu öffnen. Es war schwer mit dem alten Greis zu reden, da er wirres Zeug von einem Fluch von sich gab und etwas von schattenhaften Dämonen redete, die kommen werden, wenn er etwas verraten würde. Zusätzlich schien er noch so etwas wie das Tourette-Symdrom zu haben, denn er beschimpfte die Helden aufs Schlimmste, bis es allen genug war und sich Aldaron auf ihn warf um ihn niederzuringen, was aber trotz des hohen Alters Ferrads gar nicht so einfach war, da er immer noch recht geschickt mit seiner Waffe umgehen konnte. Irgendwann nach unzähligem Einflößen von Feuer- und Eisriesenschnaps, einigen Ohrfeigen auf jedes Schimpfwort das er von sich gab und dem einen oder anderen Zauberspruch, welcher ihn von seinem Fluch befreien sollte, wirkte der Tiefling endlich etwas klarer in seinen Gedanken und erschien plötzlich ungemein freundlich und verriet den Helden, wo sich die Krypta befand, nämlich auf einer Flussinsel mitten im Styx weit südlich der Stadt. Er markierte die Stelle auf der Karte und plötzlich kam der Alte ins Stottern und fing zu Husten an, bis es aus seinem Rachen heraus staubte. Er warnte die Helden noch ein letztes Mal vor der Krypta und zerfiel hilflos zu einem Häufchen Staub. Anscheinend wurde der Fluch nicht von den Helden gebrochen, sondern lediglich der Wahnsinn von ihm genommen. Plötzlich beschlich die Helden ein unheilvolles Gefühl. Es war seltsam ruhig und alle sahen sich gefahrensuchend um, denn wenn der Fluch den der zu Staub zerfallene Tiefling auf sich wirklich so verhielt, wie er es vorher gesagt hatte, würden die Abenteurer gleich Besuch von unheilvollen Wesen bekommen...

Die Helden standen noch immer wie fest gewurzelt im Haus des alten Tieflings in der Stadt Xhubhullosk in der 222. Ebene des Abgrunds und blickten sich mit einem mulmigen Gefühl um. Es beschlich sie eine seltsame Kälte, und plötzlich lösten sich einige Wandteile auf, als wären sie zerschmolzen, und dunkle, geflügelte Dämonen schritten durch die Öffnungen. Die Helden wurden überrascht und waren schnell umzingelt. Schon im nächsten Augenblick wurde es stockfinster und eisige Klauen durchstreiften die Körper der Helden, die ihnen ihre Lebensenergie raubten. Einige der Abenteurer bekamen es kurz mit der Angst zu tun, doch jeder von ihnen konnte sich selbst dazu zwingen, der unheimlichen Aura der Dämonen stand zu halten. Die geisterartigen Feinde waren schwer mit normalen Waffen zu verletzen, aber dennoch wehrten sich die Helden mit allem was ihnen zur Verfügung stand. In ihrer Geistesgegenwart wandte Aza einen Daylight-Zauber an, was den Dämonen ganz und gar nicht zu gefallen schien, denn plötzlich ließen sie von den Helden ab und suchten so schnell sie konnten das Weite. Zum Glück hat jeder Feind auch seine Schwachstelle, dieses Mal hat es ihnen einiges an Mühsal erspart. Immerhin konnte Benelias noch einen der Dämonen erschlagen, bevor er sich zurückziehen konnte.
Nun standen die Helden in dem verwüsteten Haus und hatten die erste Hürde auf dem Weg zur Krypta gemeistert, also sahen sie sich vorerst einmal genauer um. Doch auf das, was sie in der Hütte fanden, waren sie nicht wirklich gefasst. Vor dem Kamin lagen zwei kleine Skelette, die anscheinend zu Unterwelt-Gnomen gehörten. Sie vermuteten, dass die beiden Schmiedearbeit unter sehr ungnomischen Bedingungen für den Tiefling verrichten mussten. An der Wand gleich daneben befand sich ein Truhe die voller Schrumpfköpfe war. Fast von jedem humanoiden Lebewesen befand sich ein Kopf darin, außer von vielleicht ein oder zwei Arten. Es war anzunehmen, dass der verrückte Tiefling sein Geld mit recht schmutzigen Geschäften verdiente und weit aus gefährlicher war, als man ihm ansah. Auf der gegenüberliegenden Seite des Kamins war ein Raum mit einem großen Esstisch und jede Menge Wein- und Schnapsflaschen, die die Helden sofort einsteckten, ebenso wie die Goldmünzen und Edelsteine aus einer Truhe, die im Hinterzimmer des Hauses stand. Zu alledem Fanden die Helden noch einen kleinen Beutel mit Pilzen, welche den Effekt hatten, das Gehirn im Drogenrausch quasi in Brei zu verwandeln, welche sich Delon sofort einsteckte. Sonst gab es nur noch zwei kurze Geheimgänge die von dem Hinterzimmer zu dem Kamin- und dem Esszimmer führten und eine Geheimtür die in das Nebengebäude führte, das allerdings komplett leer stand. Da die Helden nun einiges an Gegenständen erbeutet hatten, reisten sie zurück auf die kritische Ebene, um dort ein paar Sachen einzulagern. Danach reisten sie nach Zazesspur, um Gegenstände fertig zu stellen, ein hartes Kampftrainig zu absolvieren und um ein wenig durch die Stadt zu schlendern und Unfug zu treiben.
Aza, die sich untertags mit der Fertigstellung von Gegenständen beschäftigte, war Delon gegenüber noch immer misstrauisch eingestellt und stellte ihn am Abend zur Rede und fragte ihn, was er den ganzen Tag so getan hatte. Doch Delon antwortete nur mit kryptischen und rätselhaften Phrasen, um Aza wieder abzuwimmeln und sie gleichzeitig nicht belügen zu müssen, da er nicht gut bluffen konnte. Vorerst begnügte Aza sich damit, dass Delon nicht wieder etwas im Sinn hatte, das anderen Leuten das Leben kosten konnte, und konzentrierte sich die nächsten Tage wieder auf das Herstellen von magischen Ausrüstungsgegenständen. Jedoch herrschte zwischen Delon und Aza auch Zwist, denn Aza sollte auch für Delon einen Gegenstand bearbeiten. Aza drohte damit, ihre Arbeit für Delon nicht fertig zu stellen, bis er nicht endlich preis gab, was er im Schilde führte. Doch Delon blieb hartnäckig und verlangte kurzerhand seinen Gegenstand zurück und die Summe an Gold die noch nicht in den Gegenstand geflossen war.
Nach einer schier endlosen Diskussion, die sich ja schlussendlich darum drehte, ob sich Delon vor einem weltlichen Gericht für seine Taten in Baldurs Tor zu verantworten hatte, einigten sich die beiden darauf, dass sie zu Kelemvor reisen und ihn diese Entscheidung fällen lassen würden. Schließlich erstattete Aza Delon den Preis des Gegenstands und Delon ließ ihn von einem ortsansässigen Magier anfertigen. Allerdings war der einzige, der das konnte, jener Magier, den Delon vor einiger Zeit mit dem Leben bedroht hatte. Trotz dieses Vorfalls versucht er sein Glück, und wider erwarten zeigte sich der Magier ängstlich und eingeschüchtert und wollte alles dafür unternehmen, um in seinem Ansehen bei Delon zu steigen. Da Delon auch auf der Suche nach einem Zauberstab war, mit dem sie auf die Ebene Kelemvors reisen konnten, schenkte der Magier dem Helden diese und verlangte von Delon, dass sein Groll ihm gegenüber vergessen sein soll. Dem willigte der von der Reaktion des Magiers etwas überraschte Delon ein und übergab ihm auch den Gegenstand, den er verbessern wollte. Der Magier versicherte ihm, dass er es diesmal nicht vermasseln würde und machte sich rasch an die Arbeit, da die Helden es eilig hatten zu Kelemvor zu reisen und danach die Krypta zu finden.
Nach ein paar Tagen des Wartens, konnten sich alle Helden endlich aufmachen der Gerechtigkeit genüge zu tun und zwar vor den Augen des Todesgottes Kelemvor. Als sie auf der Ebene ankamen war alle um sie herum in Nebel gehüllt. Keiner sah kaum mehr als 50 Fuß und der Boden war überall aus Sand. Da Gambelgoth einstweilen seinen Pflichten als Ehemann nachkommen musste und nicht mit den Helden unterwegs war, mussten die Helden auf Pferden, die sie magisch herbeigezaubert hatten, zum Palast von Kelemvor reiten, welcher einige Meilen entfernt lag. Am zweiten Tag ihrer Reise tauchte plötzlich vor ihnen aus dem Nebel eine Engelsgestalt auf, die sie zum Anhalten zwang.
Es handelte sich um die Anführerin des Engelsclans der Goldlanzen, welche alles daran setzten, die Weissagungen Erathoals in Erfüllung zu bringen. Askareon, der Engel der die Helden in der Höhle der tausend Augenqualen unterstützt hatte, hatte sie damals vor ihr und ihrem Clan gewarnt, da sie die kritische Masse um jeden Preis aufhalten wollen. Der Engel redete einiges über Erathoal und die Erfüllung der Prophezeihung und verlangte von den Helden, von ihrem Vorhaben Mystra zu retten abzulassen, doch die Abenteurer verwickelten den Engel in ein verwirrendes Gespräch, sodass sie sich in einige Widersprüche verstrickte und sie sich schließlich stark verunsichert zurückzog, um sich mit dem hohen Rat der Engel zu beraten und die Helden einstweilen ziehen ließ, bis sie wiederkehre.
Also setzten die redegewandten Helden ihre Reise fort und kamen einen Tag darauf beim Tempel von Kelemvor an. Als erstes sahen sie eine schier endlos lange Schlange von Toten, die auf die Beurteilung Kelemvors warteten. Sie schätzten, dass die Wartezeit bis zum Tempel mit Sicherheit mehrere Tage betrug. Um den Tempel herum und neben der Warteschlange hielten in schwarze Lumpen gekleidete, sichelschwingende Wesen Wache, damit sich niemand vor der Beurteilung drücken konnte. Am Eingangstor angekommen, hielt sie ein Schreiberling auf, der die rechte Hand von Kelemvor zu sein schien und alle Namen der Toten notierte, und ihnen den Einlass verwehrte, da sie ja schließlich keine Toten waren. Nach kurzen Erklärungen, warum die Helden diesen Weg hierher auf sich genommen hatten, ließ er sie doch passieren, aber nur unter der Bedingung, dass sie ihre komplette Ausrüstung ablegen. Gesagt, getan, und nach Kurzem standen sie in dem imposanten Thronsaal Kelemvors. Allein Kelemvor's Anblick ließ die Helden für einen Moment vor Erstauenen erblassen. Nur vorsichtig und demütig schritten sie durch die Halle, bis Kelemvor schließlich genauer nach ihrem Anliegen fragte. Worum es eigentlich ging schien er in all seiner göttlichen Weisheit schon zu wissen.
Nachdem die Helden ihm ihre Miesere geschildert hatten forderte er den Ankläger, in diesem Fall Aza, und den Beschuldigten, Delon, auf ein Duell auf Leben und Tod abzuhalten, um festzustellen, wer von den beiden im Recht sei. Keiner der übrigen Helden durfte sich in den Kampf einmischen. Wenn Delon den Kampf gewinnen sollte, seien seine Taten vergeben, wenn allerdings Aza gewinnen sollte, müsse sich Delon umgehend vor einem weltlichen Gericht verantworten. Also machten sich die beiden Kontrahenten bereit zum Kampf und da sie keine Ausrüstung und keine Waffen bei sich trugen hatte Aza einen leichten Vorteil gegenüber dem Magus, dessen Stärke auch im Umgang mit dem Falchion liegt. Beide waren nicht froh über die Art wie eine Entscheidung gefällt werden sollte, doch es war der effizienteste Weg die Unstimmigkeiten in der kritischen Masse aus der Welt zu schaffen.
Kaum hatte Kelemvor den Ring frei zum Kampf gegeben schleuderte Delon, der etwas schneller reagierte, Aza einen unglaublich mächtigen Blitz entgegen und hätte Aza ihren Krah nicht an ihrer Seite gehabt, wäre das wohl der kürzeste Kampf in der Geschichte der Helden gewesen, denn Aza konnte einen Teil des Schadens den sie erlitten hätte auf Krah übertragen, um mit dem Leben davonzukommen.
Kurz darauf war Aza nicht mehr zu sehen, doch man konnte hie und da ihre Schritte vernehmen. Doch jedes Mal, wenn Delon einen Dispell-Zauber in die Richtung schleuderte, tat sich rein gar nichts. Es war wahrscheinlich, dass Aza den Timestop-Zauber angewandt hatte, um mehrere Verteidigungszauber auf sich zu wirken. Aza nutzte ihre Unsichtbarkeit, die durch einen See Invisibility Zauber nicht aufgehoben werden konnte, da Aza Mind Blank auf sich gesprochen hatte, und setzte Delon Stück für Stück zu. Delon war fest entschlossen, dieses Duell zu gewinnen, und so widersetzten sich sein Geist sowie sein Körper allen mächtigen Zaubern, wie Imprisonment oder Temporal Stasis, die Aza aufbot. Delon war schon stark angeschlagen, doch er gab die Hoffnung nicht auf Aza doch noch mit einem Dispell-Zauber zu erwischen. Schließlich gelang ihm dies auch. Plötzlich schien sich das Blatt zu Gunsten von Delon zu wenden, denn Aza hatte nun keinen einzigen Schutzzauber mehr auf sich und war ihrem Gegenüber schutzlos ausgeliefert. Nun zaubert Delon wieder aus seinem Sortiment der Angriffszauber und versengte Aza mit einem mächtigen Feuerzauber, der Aza eigentlich das Leben hätte kosten müssen, doch erneut lenkte sie einen großen Teil des Schadens auf ihren Krah um, der sich daraufhin in dem Feuerschwall von Delons Angriff in ein Häufchen Asche verwandelte. Voller Trauer und schon dem Ende nahe brachte Aza noch ihre letzten Kräfte auf und desintegrierte Delon überraschend zu einem kleinen Häufchen Staub, obwohl er heldenhaft und geschickt gekämpft hatte. Aza war einerseits froh, dass der Kampf vorbei war und sie überlebt hatte, und sich nun Delon einem Gericht stellen musste. Allerdings schmerzte es sehr einen ihrer eigenen Mitstreiter bis zum Tode bekämpft zu haben. Einen weiteren Preis den sie dafür zahlen musste war ihr treuer und unschätzbarer Gefährte Krah, dessen Wiederbelebung ihr teuer zu stehen kam.
Nach dem Kampf zogen die Helden in dem Wissen, dass sich Delon nun doch einer Strafe unterziehen musste, weiter, und suchten ihren Mitstreiter in der Warteschlange vor Kelemvors Palast auf, um ihn wiederzubeleben und diese Ebene so schnell sie konnten zu verlassen, denn keinem der Wächter von Kelemvor war es recht, den Tod auf dieses Weise zu betrügen. Zurück in der materiellen Ebene reiste die kritische Masse nach Baldurs Tor, um Delon vor deren Gericht zu verantworten.
Unter den Geschworenen befand sich auch Ildursk der Illuminat, wogegen die Helden allerdings Einspruch erhoben, da er mehr als nur befangen war und natürlich die Todesstrafe forderte, doch da zur Zeit Krieg zwischen Amn und Thethyr herrschte, bei dem auch Baldurs Tor am Rande mitmischte, es sich um einen großartigen Helden der kritischen Masse handelte und die Helden, sowie Ahabynil, Thethyrs Erzmagier, die Geschworenen mit ihren rhetorischen Fähigkeiten so gut es ging beeinflussten, wurde Delon nur aus Baldurs Tor verbannt und mussten eine Geldstrafe im Ausmaß von 25.000 Goldstücken zahlen.
Somit waren alle Ungereimtheiten in der kritischen Masse und zwischen Baldurs Tor bereinigt und die Helden konnten sich wieder weit wichtigeren Aufgaben widmen, wie die Unsichtbare Krypta in Shedaklah plündern, um unsagbaren Reichtum zu erlangen, was auch der nächste Schritt in ihrem Masterplan war.
Durch die Beschreibung des Aufenthaltsortes der Krypta, die sie von dem verwirrten Tiefling Ferrad aus Xhubhullosk erhalten hatten, der kurz darauf zu Staub zerfallen war, gelangten sie schnell auf die beschriebene Flussinsel mitten auf dem Styx. Da die Krypta aber nicht einfach nur unsichtbar gemacht wurde, sondern sie durch ein mächtiges Ritual in ihrer natürlichen Form unsichtbar gemacht wurde, verlangte ihre Sichtbarmachung ebenfalls ein außergewöhnliches Ritual, welches durch Personen mit starken magischen Fähigkeiten durchgeführt werden musste, und das drei Tage lang. Folglich versuchten sich Aza und Delon an diesem schweren Unterfangen, das, falls es schief gehen sollte, schreckliche Folgen nach sich ziehen konnte. Genau das tat es dann auch.
Durch eine kleine Unachtsamkeit bei dem Ritual wurde Aza wahnsinnig und Delon erheblich verletzt. Als Dreingabe bekamen es die Helden mit einem mächtigen Dämon zu tun, der zwei Glabrezus beschwor und allein mit seinem Blick, die Leute zum Erstarren bringen konnte, ebenso wie er mit einem Fingerzeig alles an Lebensenergie aus einem herauspressen konnte.
Es stand nicht gut um die Helden der kritischen Masse. Aza versuchte sich in ihrer Verrücktheit selbst mit bloßen Händen die Augen auszustechen, Delon war schwer verwundet, Aldaron stürtzte bei einem unüberlegten Flugmanöver zu Boden und lag hilflos vor einem der Glabrezus und Benelias konnte den Dämon nicht erreichen, da er weit über den Köpfen der Abenteurer flog und sie verspottete. Aber dies war bei weitem nicht das erste Mal, dass sich die Helden in einer aussichtslosen Situation befanden.
Der fürchterliche Vrolikai Dämon der den Helden gegenüberstand wandte alle Mittel an, um die mutigen Abenteurer zu vernichten, doch sie hielten tapfer stand. Da sich der Dämon außerordentlich schnell bewegte und das dazu noch im Fliegen mussten sie sich etwas Ungewöhnliches einfallen lassen, während Gambelgoth, Leviathan und Aldaron die Glabrezus und ihren Beschwörer beschäftigten, verwandelte sich Delon in einen riesigen Alder, packte Harek an seiner Rüstung und flog mit ihm gemeinsam auf den Dämon zu, um ihn mittels des gefürchteten und schwer gepanzerten Zwergen-Torpedo den gar auszumachen. Delon flog immer wieder Attacken auf ihren Feind und Harek hämmerte wie wild auf den Körper der dämonischen Ausgeburt ein, sodass sich langsam aber doch das Blatt zu Gunsten der Helden wandte. Um den Angriffen zu entkommen kehrte der Dämon zwischendurch die Gravitation um, bei der manche der Helden Müh und Not hatten nicht bis in die Stratosphäre zu gelangen, vor allem aber Aza, die dem Wahn erlegen war und auch nicht fliegen konnte. Gambelgoth setzte seinen Feinden zusätzlich mit seinen heiligen Zaubern zu und versuchte die Helden so gut es ging mit Heilzaubern zu unterstützen. Leviathan warf sich gegen die Glabrezus, um sie von den anderen Helden abzuhalten und Aldaron versuchte dem Beschwörer der Glabrezus den Fluchtweg vor dem Adler-Zwergen-Torpedo abzuschneiden.

- Aldaron

Monday, September 23, 2013

Überraschende Neuigkeiten aus dem Wealdath

2.11.1382 bis 10.11.1382


Erfüllt von der Macht des Golbulus standen die Helden erstaunt da und wurden von Gromph und seinem Bruder Jarlaxle musternd beobachtet. Schon jetzt merkten die Abenteurer wie mächtig dieser Gegenstand war und dabei handelt es sich lediglich um das Kopfstück. Die Helden vermochten sich gar nicht auszumalen welche immense Stärke der endgültig zusammengesetzte Golbulus beherberge. Nachdem der Tausch abgeschlossen war, drängte Gromph darauf seinen eigenen dunklen Machenschaften nachzugehen und wies die Helden an nun von dannen zu ziehen. Voller Tatendrang und mit verbesserten Fähigkeiten ausgestattet verabschiedeten sich die Helden vom Erzmagier Menzoberanzzans und seinem Bruder, der den Helden versicherte, dass sie sich wieder sehen würden, verließen das Anwesen des ersten Hauses und teleportierten sich zurück auf ihre Ebene. Dieser großartige Erfolg musste natürlich erst einmal mit reichlich Bier begossen werden und nach unzähligen Humpen Bier war es seltsamerweise Gambelgoth der noch als letzter halbwegs aufrecht auf einem Stuhl sitzen konnte, während Benelias und Aldaron unter dem Tisch lagen und die letzte Mahlzeit von sich gaben.
Doch es war nicht die Zeit um sich einen Tag auszuruhen, denn schon war es an der Zeit Thethyr im Kampf gegen das aufarschierende Heer zu unterstützen, also reisten die Helden erneut nach Castle Tethyr um über die derzeitige Kriegslage unterrichtet zu werden. Späher haben berichtet, dass sich das Hauptheer von Amn von Nordosten her nähern wird, da sich ihre Truppenstärke dort am besten entfalten könne und dass auf offenem Feld ihre hohe Anzahl an Magiern sehr von Vorteil ist. Die Magiergilde von Amn, welche auch als die verhüllten Magier bekannt sind, könnten dem Heer von Thethyr stark zusetzten und den entscheidenden Unterschied in einer Schlacht ausmachen, was Andur große sorgen bereitet. Die Berater des Königs vermuten, dass das Heer von Amn zuerst versuchen würde die östlich gelegene Stadt Darromar einzunehmen, da sie strategisch äußerst wichtig ist, um ungehindert ins Inland von Thethyr vorzudringen. Darromar ist die einzige größere Stadt im Osten des Landes und wenn sie fällt könnten die Feindlichen Truppen fast ungehindert bis Castel Thethyr vorstoßen, was im schlimmsten Fall schon das Ende bedeuten könnte.
Ein weiteres Problem stellen die Shades da, die ihr Unwesen im Wealdath treiben und den dort einheimischn Elfen stark zusetzen. Die Shades haben gemeinsam mit dem Drachenkult eine Streitmacht von Gobblins und Trollen aufgestellt, die bereit steht, um den Elfen den Gar auszumachen und in weiterer Folge auch Thethyr den Krieg zusätzlich erschweren würden. Allem Anschein nach wird diese Srteitmacht von Zagrailores, dem grünen Drachen, angeführt und auch Levius Perlegarn hat seine Finger im Spiel. Nachdem er aus Mossstone vertrieben wurde bemüht er sich den Drachenkult weiter zu mobilisieren, um wahrscheinlich auch persönliche Rache zu nehmen.  Glücklicherweise haben sich die Helden in die Dienste von Thethyr gestellt, sofern es ihre Aufgabe die Welt zu retten zuließe. Allerdings wird es eher die Aufgabe der Helden sein, gezielte Geheimmissionen durchzuführen, um dem Feind zuzusetzen und weniger, aber nicht ausgeschlossen, auf offenem Feld einigen Kriegern und Magier den Kopf von den Schultern zu trennen. Also beauftragt Andur die kritische Masse sich ins Wealdath aufzumachen, damit sie den grünen Drachen erlegen und sich die aufgestellte Armee von Goblins und Trollen ohne einen Anführer zerstreuen würde. Gesagt, getan, teleportierten sich die Helden zum damaligen Unterschlupf von Zagrailores, den sie ja damals schon begegnet waren als sie durch Mossstone reisten und den Drachen daran hindern wollten die Stadt zu zerstören. In ein paar Kilometern Entfernung zur Drachenhöhle kamen die Helden mittels Teleportation im Wealdath an und machten sich vorsichtig zum vermeintlichen Drachenhort auf. Bei der Höhle angekommen erkannten sie augenblicklich, dass der Eingang mit Schutzzaubern gesichert worden war und entschärften sie kurzerhand. So leise wie möglich betraten sie die Höhle und im ersten Moment sah sie sogar recht verlassen aus, bis sie einige Meter tiefer in der Höhle eine Holztür entdeckten durch die ein paar Lichtstrahlen drangen. Mit Detect Evil erkannten die Helden sofort dass sich drei böse Kreaturen hinter der Tür verbargen, was manchmal für manche der Abenteurer schon Anlass genug war die Tür einzutreten und alles was sich dahinter befand mit roher Gewalt und Magie in einen Haufen Asche oder fleischigen Brei zu verwandeln. Doch diesmal spähten sie durch einen Schlitz in der Tür in den Raum und sahen vier Menschen, die sich in eine Art Schlafsaal aufhielten. Es lagen jede Menge Schlafsäcke herum, ein kleiner Tisch stand in der Mitte an dem zwei Typen saßen und Karten spielten, einer lag auf seiner Schlafstelle und der vierte kramte gerade in einem Rucksack herum. Anders als beim üblichen Vorgehen der Kritschen Masse öffneten sie ganz ruhig die Tür und schlenderten in den Raum. Die vier Soldaten die anscheinend zum Drachenkult gehörten sprangen auf und fragten nervös wer sie waren und was sie hier wollten. Harek antwortet in aller Ruhe, dass sie die Kritisch Masse seien und hier sind um den Drachen Zagrailores zu töten. Offensichtlich ein wenig verblüfft über die ihre Ehrlichkeit hielten die Soldaten kurz inne und nach kurzem Überlegen zogen sie ihre Waffen. Die Helden taten es ihnen schließlich gleich und stürtzten sich sogleich auf den ersten. Es war ein sehr unausgeglichener Kampf. Die vier Drachenkultanhänger hatten keine Chance. Der Erste wurde durch Aza's Desintegrate-Strahl pulverisiert, der nächste regelrecht gevierteilt und vom dritten blieb auch nicht mehr übrig als ein verkohlter Haufen Matsch. Den letzten liesen sie allerdings am Leben, da seine Gesinnung nicht Böse war und sie sich auch erhofften, dass sie ein paar Informationen aus ihm herausquetschen konnten. So wie es leider üblich ist, erfahren niederrangige Vasallen des Bösen meist keine detailierten Informationen über die Geschicke und Vorhaben ihrer Anführer, allerdings konnten sie herausfinden, dass Levius Perlegarn, den Drachen Zagrailores in eine Drachen-Lich verwandelt hat und er nun noch viel mächtiger sei. Der hilflose Soldat berichtete eingeschüchtert von diesem unheilvollen Wesen, mit blau schimmernden Augen und seinem furchteinflösendem Wesen. Aldaron wandte auch ein wenig seiner Foltermethoden an, um alles aus dem Soldaten herauszubekommen, was Harek aufs schärfste Verurteilte, und sich Aldaron schließlich nur darauf beschränkte dem kleinen Häufchen Elend von Mensch die schlimmsten Foltermethoden anzudrohen. Als er schon unter Tränen zusammenbrach hatten die Helden doch ein wenig Mitleid mit ihm und beschlossen ihn nicht niederzustrecken, sondern ihn zur Zwangsarbeit auf den Kritischen Fels zu schicken, wobei auch seine nicht böse Gesinnung dazu beitrug, dass er diesen Vorfall überlebte. Nicht alle der Kritischen Masse waren glücklich mit der Entscheidung, denn was wäre wenn der Gefangene versuchte herannahenden Truppen das Tor der Feste zu öffnen und so ein wichtiges Bollwerk zu Fall bringen konnte.
Nachdem Aza den Gefangenen zur Critical Craig teleportiert hatte, und dem Leutnant anwies den Gefangnen Tag und Nacht bewachen zu lassen, drangen die Helden tiefer in die Höhle vor. Nachdem sie die Eingangshöhle, an die auch der Schlafraum der Anhänger des Drachenkultes grenzte, hinter sich ließen, kamen sie in einen Gang der nach kurzer Zeit eine links Kurve machte und die Helden vor einem kleinen unterirdischen Gewässer standen. Aldaron flog vorsichtig in 20 Fuß Höhe über das Wasser, so dass ihn ein Ungeheuer, welches eventuell im Wasser hauste nicht so leicht erwischen konnte. Nach einigen Metern erkannte eine dunkle, humanoide Gestalt, bei der es sich um Perlegarn handelte und neben ihm lehnte ein rießige Drachenskelett an der Höhlenwand, bei dem es sich nur um Zagrailores in Drachen-Lich-Gestalt handeln konnte, allerdings machte der Drache einen seltsamen Eindruck, fast so als lehne er nur demotiviert herum und machte kaum Anstalten sich zu bewegen. Hinter Levius stand ein stark gepanzerter Zwerg, der hinter seinem enormen Schild hervorlugte und schon auf einen Angriff gewappnet war. Noch bevor Levius seinen ersten Satz vollenden konnte, den er an Aldaron richten wollte, machte der Held kehrt und informierte seine Mitstreiter, was er erspäht hatte. Augenblicklich machten sich alle Kampfbereit, sprachen noch etwaige Schutzzauber auf sich und flogen anschließend geschlossen über das Wasser. Kaum hatten Aza, Gambelgoth und Delon Perlegarn entdeckt, stellten sie durch ihre immense Erfahrung mit den magischen Künsten fest, dass es sich bei Levius um eine Illusion handelte und schon flog der erste Zauber Richtung Drachenkult-Magier. Wie erwartet löste sich die Illusion in Nichts auf und hinter dem gepanzerten Zwerg kam der echte Levius zum vorschein. Er wirkte deprimiert und ungepflegt.  Auch diesmal hielt der Magier ein und wollte noch ein paar Worte mit den Helden wechseln, doch die Abenteurer wollten erst agr nicht mit ihm verhandeln, denn alle konnte sich noch gut an die Gerichtsverhandlung erinnern, bei der ihnen Levius in den Rücken gefallen war und sich als Verräter zu erkenen gab. Als er einsah, dass die Helden den Tod von Zagrailores forderten und gewillt waren dies mit aller Gewalt umzusetzen, wies er den Drachen-Lich an sich zu den Kobold- und Trolltruppen zurückzuziehen und sie in die Schlacht zu führen, worauf sich das schlaftrunkene Skelett recht träge in Bewegung setzte. Nur sekunden darauf fiel der Zwerg, welcher Perlegarn offensichtlich beschützen sollte, verkohlt und leblos in den Dreck und Aldaron stürtzte sich auf den Magier um ihn festzuhalten und auch ihn über die Vorhaben des Drachenkultes zu befragen. Doch kampflos ergab sich Levius nicht, denn er versuchte seine Geger mit eine Repulsion-Zauber von sich zu halten, was ihm missglückte und als er schon in der Gewalt von Aldaron befand, versuchte er einen der Helden zu verzaubern, was allerdings auch missglückte, da Delon und Aza bereitsstanden um seine Zauber zu kontern. Schließlich musste er sich doch geschlagen geben und wie so oft in den letzten Wochen wurde der Magier ins Kreuzverhör genommen, bei dem die Abenteurer sofort merkten, dass etwas mit ihm nicht stimmte, denn er schien innerlich gebrochen zu sein.
Die Helden befragten den Magier und erfuhren nach kurzem Wiederstand, dass Zagrailores bei dem Versuch ihn in einen Drachen-Lich zu verwandeln grausam verendet sei, da er die riskante Prozedur nicht ausgehalten hatte. Um den herben Rückschlag vor den Shades, die offensichtlich das Sagen hatten, zu vertuschen, beschwor Perlegarn einen gewöhnlichen Skelettdrachen und ließ ihn so aussehen als ob er ein Drachen-Lich sei, was ihm allem Anschein nach alle glaubten. In seiner Verzweiflung gaukelte er allen etwas vor, um nicht die Kontrolle über das Troll und Gobblin-Heer zu verlieren, denn Zagrailores war die Schlüsselfigur im Feldzug gegen die Elben. Der tote Drache, war der Heerführer dem das Heer gehorchte und ohne ihn, war die Gefahr, dass sich das Heer in alle Windrichtungen zerstreute groß. Die Abenteurer sahen dem einst so emporstrebenden und hinterhältigen Magier an, dass er nur noch ein Häufchen Elend war. Der Paladin unter den Helden wollte, so wie es in seiner Natur liegt, so rasch wie möglich dem Hammer der Gerechtigkeit auf das Haupt des Bösewichts niedersausen lassen und so geschah es auch, noch bevor alle mit den Antwort, die sie aus Perlegarn herausgequetscht hatten, zufrieden waren. Es entbrannte ein Streit zwischen Delon und Harek, da der Magus nicht einsehen konnte, dass sich der Paladin in seinem Gerechtigkeitswahn immer über seine Gruppenmitglieder hinwegsetzte. Allen war klar, dass Perlegarn sein Recht auf das Fortbestehen seines Lebens schon lange verwirkt hatte, aber man musste es ja nicht immer gleich überstürzen. Also belebte Gambelgoth ihn sofort wieder und Aldaron befragte den lange gejagten Magier noch ein wenig, während sich Delon und Harek noch ein wenig stritten, bis sie kurzerhand einen Schlussstrich zogen und beide keine Lust mehr hatten, ihr Gegenüber niederzuargumentieren wer wohl im Recht sei. Das einzige was sie noch herausfinden konnten war, dass alle Befehle von Hadhrune ausging, der die Rechte Hand des obersten Anführer der Shades ist und er sich irgendwo an der Grenze zwischen Wealdath und den Starspire Mountains aufhielt. Danach erschlugen sie den Magier endgültig und desintegrierten seine Leiche sicherheitshalber, denn er könnte ja auch von Feinden wiederbelebt werden und das Risiko wollte niemand eingehen.
Sofort teleportierten sich die Helden zurück nach Castle Thethyr, um Andur von den Neuigkeiten zu berichten und in der Tat waren dies gute Nachrichten, denn ein Drachen-Lich wäre ein mächtiger Gegner gewesen und die Jagd nach ihm hätte sicherlich auch wieder einiges an Zeit in Anspruch genommen.
Nachdem sie diese Aufgabe erfüllt hatten, berieten sich die Helden über ihr weiteres Vorgehen, denn entweder sie reisen in die Meer-Ebene, um nach dem nächsten Golbulus-Teil zu suchen, oder sie füllen ihre Kassa ein wenig auf, um ihre Ausrüstung weiter zu verbessern, damit sie gegen ihre immer stärker werdenden Feinde besser gefeit sind. Nach einer demokratischen Abstimmung, fiel die Wahl auf die Suche nach der Krypta von Vhekoshta in der 222. Ebene des Abgrunds. Also kehrten sie doch recht schnell wieder dorthin zurück, wohin sie eigentlich nie wieder zurückkehren wollten, doch ihre Gier siegte in diesem Moment und wird ihnen hoffentlich nicht allzu bald zum Verhängnis.

Monday, September 2, 2013

In der Höhle des Löwen

29.10.1382

Nach einiger Zeit des Treppensteigens und sichtlich von den vorigen Kämpfen gezeichnet, standen die Helden in einer großen Halle an deren gegenüberliegenden Seite ein enorm großes Tor den Weg versperrte. Es befand sich eine merkwürdige Fläche an dem Tor, in der mehrere Reihen von steinernen Quadraten eingefasst waren, aber Genaueres konnten die Helden noch nicht in Erfahrung bringen, da zwei riesige und bedrohlich wirkende Eisengolemstatuen den Weg bewachten, jedenfalls hatte es den Anschein als ob sie das tun würden. Vorsichtig näherten sich die Helden und plötzlich begann eine Statue mit tiefer Stimme zu sprechen und wollte wissen, wer wir sind und was wir hier wollten. Die Wahrheit zu sagen wäre an dieser Stellen wohl nicht das richtige Mittel gewesen und da niemand von ihnen ein wirklich guter Bluffer war, stammelte Aldaron nur irgendein wirres Zeug von wegen einfach auf der Durchreise daher und da diese Antwort wohl nicht befriedigend war begann der andere Golem laut von 10 an rückwärts zu zählen. Der erste Golem fragte weiter nach dem Begehren der Helden und meinte dass sie nur geladene Gäste durchlassen würden und man auch ohne jegliche Hilfe das Tor niemals öffnen könnte. Nun waren die 10 Sekunden um und die beidem Golems griffen wutentbrannt an. Ihre Hiebe hatten eine verheerende Wirkung, aber glücklicherweise waren sie, trotz ihrer Immunität gegen magische Angriffe, durch Elektrizität leicht zu verlangsamen und sehr schwerfällig, sodass sie ihr Ziel recht oft verfehlten. Diesmal lag es an den Nahkämpfern, die steinernen Kolosse in die Knie zu zwingen, da die Zauberwirker unter den Helden möglichst viel ihrer wertvollen Magie für den Endkampf gegen die Dämonenlady aufsparen wollten, also teilten Benelias und Aldaron ihre wuchtigsten Hiebe aus und schon nach kurzer Zeit schlugen sie den Schädel des ersten Golem entzwei. Zu ihrer Überraschung kroch ein grünliches, wurmähnliches Wesen verwundet aus dem Golem heraus und verendete qualvoll. Offensichtlich handelt es sich hierbei nicht um normale Golems, denn dieses kleine, widerliche Würmchen steuerte das Handeln des steinernen Giganten, allerdings nicht gut genug, um die Helden zu vernichten. Kurz darauf fiel auch der Zweite und erneut verendete das kleine Wesen, welches herausgekrochen kam.
Plötzlich vernahmen die Helden eine grummlige Stimme hinter ihnen, die sich ihnen rasch näherte. Anfangs waren sie sich nicht sicher, ob es sich um einen Dämonen handelte, aber durch ihre aussergewähnlich gute Perzeption wussten sie, dass es eine Orkstimme war und es sich um einen der Gefangenen der Dämonen handeln musste. Die Helden riefen ihnen entgegen, doch plötzlich verstummte die Stimme. Aber durch ihr außergewöhnliches Gehör vernahmen sie das Geflüster von zwei Wesen. Die Helden konnten dem leisen Gespräch entnehmen, dass es sich um eine legendäre Halbing-Bardin, Yamyra und Dorrein von Kelemvor, ihrem halb-orkischen Beschützer und Paladin, handelte. Die beiden berieten sich kurzerhand, was sie nun tun sollten, da es sich bei der Helden-Gruppe ebensogut um eine Falle der hinterhältigen Dämonenlady handeln konnte. Nach einem kurzen Gespräch auf einige Meter Entfernung gaben sich die beiden zu erkennen und erzählten sich gegenseitig warum sie hier seien. Anscheinend wollten Yamyra und Dorrein Zuggtmoy vernichten, da sie schon so viel Unheil gestiftet hatte. Aber eigentlich waren die beiden zufällig in diese Ebene des Abgrunds geraten, denn bei einer ihrer Heldenmissionen wurden sie vom Zulkir der Nekromantie aus Thay, Zass Tam, in diese Ebene verbannt. Das kam der Helden-Gruppe sehr recht, auch wenn sie eigentlich Zuggtmoy nicht töten wollten, denn jede zusätzlich Hilfe war schwerstens von Nöten. Die Abenteurer besprachen also ihr weiteres gemeinsames Vorgehen und obwohl ihre Missionen teils unterschiedliche Ziele hatten konnte Aldaron sie diplomatisch davon überzeugen für ihre Sache zu kämpfen. Er erklärte ihnen, dass sie die Dämonenlady, so böse sie auch war, nicht töten konnten, sondern in einem magischen Gefäß gefangen nehmen wollten und an Gromph Baenre übergeben wollten, da sie sonst nicht in besitzt eines Golbulusteils gelangen würden und den wiederum benötigten sie ja so dringend, um die Welt vor einem gewaltigem Unheil zu beschützen. Schließlich willigten Yamyra und Dorrein ein ihnen zu helfen, denn falls sie Zyggtmoy tatsächlich gefangen nehmen sollten, versprachen ihnen die Helden, nach erhalt des Golbulusteils, Gromph zu hintergehen und die Dämonenlady doch noch zu vernichten.
Bevor die vereinten Helden weiter machten, heilten die Abenteurer ihre Wunden so gut es ging, und da es nicht möglich war das enorme Tor mit roher Gewalt einzuschlagen, was Benelias, Aldaron und wahrscheinlich auch Dorrein am liebsten gewesen wäre, machten sich die Feinfühligeren wie Delon und Gambelgoth daran den Schließmechanismus des Tores zu enträtseln. Nach einigen Minuten des Grübelns waren sich alle einig es musste sich um eine Platte voller Knöpfen handeln, wobei man nur die richtigen Drücken sollte um Einlass zu erhalten, allerdings waren es an die 50 Knöpfe und sie konnten sich kaum einen Fehler erlauben. Also machten sie sich rasch aber überlegt ans Werk. Einige der Helden erinnerte dieser Mechanismus an ein Minensuchspiel aus ihrer Kindheit, also hatten sie ein bescheidenen Vorteil, aber es war Eile geboten, denn es konnte jeden Moment ein weiterer Dämon auftauchen, der sie weiter schwächen könnte.
Diesmal war ihnen das Glück mehr als hold und in ca. einer Stunde, die sie mit Herumrätseln verbrachten, überraschte sie nicht ein unliebsamer Dämon und das Tor begann langsam sich zu öffnen. Doch was hinter dem Tor auf sie warten sollte, würde alle bisherigen Schlachten übertreffen.
Das Erste was sie erspähten war die Dämonenlady Zuggtmoy auf ihrem Thron, der wie ein ekelerregender Haufen aus Pilzen und Insekten aussah. Sie richtete sofort das Wort an die Helden und bat sie ganz höflich einzutreten und meinte sie habe die mutigen Abenteurer schon erwartet, doch die Helden spürten, dass sie eigentlich ein wenig überrascht war ein bunt zusammengewürfelten Haufen von irdischen Wesen so tief in ihrem innerstem Refugium anzuteffen. Rechts und links neben ihrem Thron saßen zwei halb-verhungerte, leichenblasse und verstümmelte Menschen-Orakel, die so aussahen als könnte sie ein Faustschlag von Aza ins Jenseits befördern, aber dennoch strahlten sie etwas bedrohliches aus. Die Wände waren übersäht mit grauenhaften Bildnissen, auf denen Babauen Menschen und andere Wesen zu Tode quälten, doch ein paar Helden fiel auf, dass manche der Babauen echt waren und nur so taten als seien sie Teil der in die Wand gehauenen Bilder. In der Mitte der Halle befand sich ein kleiner Brunnen, der mit Blut gefüllt war und von dem aus Rinnsale die Halle durchzogen. Sonst befanden sich noch vier große Säulen, jeweils zwei auf jeder Seite, in den Flügeln der Halle, hinter denen sich ebenfalls jeweils zwei Vrocks versteckten.
Die etwas verunsicherten Helden traten mit finsterer Mine ein und ihr Plan bestand schlicht daraus, die Dämonenlady solange von dem magischen Gefäß, welches sie gefangen nehmen sollte, abzulenken, bis sie schließlich eingasaugt werden würde. Delon ergriff als Erster das Wort und fragte Zyggtmoy, die auffällig naiv zu sein schien, ob er sie für eine ruhmreiche Heldengeschichte begeistern konnte. Sie schien tatsächlich interessiert zu sein und als Delon seine faszinierende und fesselnde Geschichte zu erzählen begann, war das Gefäß schon von den restlichen Helden aufgestellt worden und sie stellten sich auch so davor, dass es so unauffällig wie möglich von statten ging. Delon näherte sich der Dämonanlady bis zum Brunnen in der Mitte der Halle, um sie besser ablenken zu können und nicht ganz nach einer viertel Minute unterbrach sie die Heldenerzählung. Jeder der Abenteurer befürchtete das Schlimmste, aber sie wirkte noch immer gelassen und machte keine Anstalten sie zu töten oder ihren Vasallen einen Angriffsbefehl zu geben. Sie schien sogar so begeistert von Delon's Erzählungen, dass sie mehr von ihren Gefolgsleuten holen wollte. Plötzlich erschienen, wie aus dem Nichts, zwei Klurichire, was die Helden schon bedeutend nervöser machte und irgendwie hatten man das Gefühl, dass Zuggtmoy schon dahintergestiegen sein könnte, was eingentlich los war, aber sie ließ Delon fortfahren. Er bot ihr eine unglaubliche Geschichte dar, die sie zu begeistern schien, doch nach fast einer halben Minute erhob die Dämonenherrscherin plötzlich schlagartig ihr Wort und fauchte die Helden einschüchternd an, für wie dumm sie sie eigentlich halten würden und dass ihr lächerlicher Versuch sie zu fangen kläglich scheitern würde. Sofort wies sie ihre Untertanen an, die Helden zu vernichten und die finale Schlacht im Pilzpalast von Zuggtmoy begann.
Augenblicklich stürmten die Babauren auf die Gruppe zu und die Vrocks begannen einen unheilvollen Tanz, von dem die belesensten unter den Helden wussten, dass, wenn die Vrocks in vollendeten, ein schrecklicher Blitzschlag über sie niedergehen würde, doch zunächst galt es das magische Gefäß zu beschützen. Ein Klurichir schritt zu Delon und versuchte ihn mit seinen gewaltige Axthieben niederzustrecken, doch so einfach lässt sich keiner der Helden bezwingen. Stück für Stück fielen die Babauren unter den Attacken von Benelias, Dorrein und Aldaron. Allerdings war die säurehältige Haut der Babauren pures Gift für ihre Waffen, und so waren sie gezwungen ihre Gegner noch schneller zu fällen. Währendessen unternahmen Gambelgoth und Yamyra alles, um die Gruppe so gut wie möglich am leben zu erhalten. Vor allem Delon kam durch den Klurichir in Bedrängnis, da er sich ihm alleine stellen musste. Yamyra stimmte einige Lieder der Heilung an, ohne die es den Helden erheblich schwerer gefallen wäre, den unentwegten Angriffen stand zu halten. Als die Babauren schon stark dezimiert waren stieß Benelias zu Delon vor und löste ihn im Kampf gegen den mächtigen Dämon ab, der dem Magus schwer zugesetzt hatte. Zwischendurch hatten die Vrocks auch schon ihren Tanz vollendet und ein greller Lichtblitz durchfuhr einige der Helden, doch sie waren stark und hielten auch dieser hinterhältigen Attacke stand. Der zweite Klurichir beschränkte sich zunächst darauf die Zauber, die die Helden unterstützten zu dispellen, was den Kampf gegen die Horden des Bösen zusätzlich erschwerte. Auch die beiden Orakel-Skalven, die Zuggtmoy neben ihrem Thron angekettet hatte warfen ihre Zauber ins Getümmel. Delon versuchte sie unerbittlich zu töten, doch sie heilten sich rasch und erwiesen sich als mehr als nur zwei hagere Hellseher, die nur unmotiviert dasaßen. Zuggtmoy schrie erbost auf, da ihre Widersacher noch immer nicht vernichtet waren und trieb ihre Untertanen weiter an noch heftiger anzugreifen und genau das taten sie auch. Die Vrocks tanzten erneut, die Babauren versuchten weiterhin das Gefäß zu beschädigen, allerdings waren kaum noch welche von ihnen am Leben, und die Klurichire warfen den Helden ihre mächtigsten und verheerendsten Feuerzauber entgegen. Trotz alledem hielten sie mutig und mit loderndem Feuer der Kampfeswut in den Augen stand. Schließlich streckte Benelias den ersten Klurichir glorreich in seinem Blutrausch nieder. Er sackte auf seine Knie zusammen und noch bevor seine dämonische Hülle den Boden berührte zerfiel er zu Staub. Aldaron und Gambelgoth verteidigten weiterhin das Gefäß gegen die letzten verbleibenden Babauren.  Nun war es Zuggtmoy genug. Sie hob ihren Finger in Richtung Benelias und funkelte ihn hämisch grinsend an. Benelias stockte in seinem Handlen und bekam plötzlich ein schmerzverzerrtes Gesicht, doch er konnte den Zauber mit seiner unbändigen Zähigkeit abschütteln. Die Zauberkundigen unter den Helden, Gambelgoth und Delon, erahnten, welchen grauenhaften Zauber sie bei Benelias anwenden wollte. Es war der Implosion-Zauber, der einen, wie der Name schon sagt, einfach implodieren lässt und es fast unmöglich macht, die getötete Person wieder ins Leben zu rufen. Zyggtmoy war so erzürnt, dass sie sich kurz darauf auf Yamyra konzentrierte. Unter den Augen aller Helden begann sich Yamyra, die legendäre Bardin, plötzlich in einer Staubwolke aus Blut und Knochen aufzulösen. Alle Abenteurer waren fassungslos, allen voran Dorrein, der sofort zu Vergeltungsschlag ansetzen wollte. Dorrein lief der Dämonenherrscherin wutentbrannt entgegen, um ihren Kopf von ihren Schultern zu trennen. Doch kurz darauf ereilte ihn dasselbe grässliche Schicksal wie Yamyra, denn während er schreiend auf Zuggtmoy zustürmte konzentrierte sie sich auf ihn und schon im nächsten Moment war auch er ein Opfer in der  ewigen Geschichte der Gräueltaten der Dämonen. Das Blatt schien sich mehr und mehr zugunsten der Dämonen zu wenden. Benelias und Aldaron waren schon sichtlich angeschlagen und Gambelgoth und Delon gingen die Heil- und Angriffszauber aus. Noch dazu hatten sie bemerkt, dass aus dem Gang, aus dem sie gekommen waren, hunderte von Insektendämonen nachgekommen waren, die Dank Delon nicht den Raum betreten konnten, da er ihn mit einer Wall of Force kurzzeitig versiegelt hatte, aber niemand wusste wie lange sie noch standhalten würde. Erneut durchfuhr die verbliebenen Helden ein Blitz der von den tanzenden Vrocks ausging und brachte die Helden schwer zum keuchen. Nun erhob sich auch Zuggtmoy von ihrem Thron und schritt in ihrem unermesslichen Zorn in Richtung des Gefäßes, denn ihre Zeit wurde knapp. Schon bald würde die Minute, die das Gefäß brauchte um die Dämonenherrscherin einzusaugen, um sein und man merkte, dass sie immer hektischer wurde. Ob das wiederum gut für die Helden war, ist zu bezweifeln. Stark verwundet stürmte Aldaron schließlich dem zweiten Klurichir entgegen und versuchte auch ihn daran zu hindern, das Gefäß zu erreichen. Die vier Vrocks taten es ihm gleich, nachdem sie den zweiten Tanz beendet hatten. Delon, der keinen einzigen Angriffszauber mehr besaß und ebenfalls schwer verletzt war, wartete in der Nähe des Eingangs sein Falchion mit festem Griff in den Händen haltend auf einen der Dämonen um sein Letztes zu geben. Benelias warf sich in seinem wahnsinnigen Blutrausch Zuggtmoy und einem Vrock entgegen. Als die Dämonenherrscherin schon fast auf Benelias traf, wanderte ihr Blick auf Gambelgoth. Dieser erstarrte kurzzeitig ebenso, wie alle anderen, die zuvor ebenfalls von ihrem Zauber getroffen wurden. Man konnte in seinen Augen sehen wie er versuchte sich zu wehren, doch es reichte nicht und auch er löste sich auf tragische Weise in Blutstaub auf. Düster und voller Entsetzen waren die Gesichter der Verbliebenen und auch Verzweiflung machte sich breit. Es sah tatsächlich so aus als sollte dies ihr letztes Gefecht, nicht nur in der Höhle des Löwen, sondern für immer sein. Doch als schon beinahe alles verloren schien, erhob Delon sein Falchion, welches noch einen Wunsch in sich trug, und wünschte sich Gambelgoth zurück ins Leben. Wie durch ein Wunder setzten sich die einzelnen Partikel von Gambelgoth zu einem Ganzen zusammen und er stand in alter frische und unverletzt neben dem Gefäß. Dies war nun schon das dritte Mal, dass Delon einen Wunsch aus seinem übermächtigen Falchion opferte, um einen Mitstreiter heroisch zu retten und gleichzeitig das zweite Mal, dass er dies für Gambelgoth tun musste. Die Welt sah wieder etwas besser aus aber noch war nichts gewonnen. Aldaron kämpfte mit dem letzten Klurichir ums Leben, doch dieser versuchte rasch an ihm vorbeizukommen, um das magische Gefäß zu zerstören und schon stand er vor Gambelgoth, der Dank seiner undurchdringlichen Rüstung kaum von den vernichtenden Axthieben getroffen wurde. Aldaron stürmte hinterher und schlitzte ihn mit seiner Axt den Rücken auf, doch plötzlich drehte der Dämon sich zu ihm, holte aus und durchschlug seine Rüstung mit einem mächtigen Hieb. Aldaron fiel leblos und blutüberströmt zu Boden und starrte mit leerem Blick an die Decke. Doch dadurch, dass Gambelgoth mittels eines Wunsches wieder ins Leben gerufen würde, hatte er all seine magischen Kräfte voll wiedererlangt und belebte auch Aldaron wieder. Inzwischen lieferte sich Benelias einen nicht wirklich gerechten aber heldenhaften Kampf mit Zuggtmoy, die ihn früher oder später in der Luft zerreißen würde, vor allem, weil seine Kraft, die er aus seinem Blutrausch zog, erheblich nachließ. Auch er war schwer verwundet und hielt kaum noch ihren messerscharfen Klauen stand und als sie gerade dabei war ihren vermeintlichen Todesstoß gegen Benelias durchzuführen wurde ihre Körper plötzlich immer durchsichtiger und wurde wie Sandkörner, die vom Wind verweht werden abgetragen und in das magische Gefäß gesaugt. Benelias, Delon, Gambelgoth und Aldaron trauten ihren Augen nicht und konnten nicht glauben, dass es tatsächlich schon nach genau einer Minute funktioniert hatte. Die übriggebliebenen Dämonen konnten es ebensowenig glauben und waren wie gebannt von dem Nichts, was von ihrer ach so mächtigen Dämonenherrscherin übrig geblieben war. Das nutzten die Helden geschickt aus, um sich aus dem Kampf zurück zu ziehen, sich zu sammeln und mittels Planeshift in die kritische Ebene zu reisen und die vermaledeite 222. Ebene für lange Zeit, wenn nicht sogar für immer, hinter sich zu lassen.

- Aldaron

Wednesday, August 7, 2013

Dämonisches Massaker in Shedaklah

17.10.1382 bis 29.10.1382

Nun befanden sich die Helden noch immer in Zazzesspur, um sich für den Kampf gegen Zuggtmoy zu wappnen, aber bevor es wieder in die 222. Ebene des Abgrunds gehen sollte, wollte vor allem Leviathan all die von den Leichen ihrer Feinde geplünderten Ausrüstungsgegenstände verkaufen und gegebenenfalls auch eigenen Ausrüstungen verstärken. Dies nahm allerdings 2 Tage in Anspruch, brachte aber jedem der Abenteurer 10.000 Gold ein, was ein beträchtlicher Betrag ist. Dann wollte der ein oder andere Held seine Rüstung weiter magisch verstärken, was wieder 9 Tage in Anspruch nahm, welche Leviathan, Benelias, Harek und Aldaron dazu nutzten, um sich durch hartes Training in einer Akademie weiter in ihren Fähigkeiten zu verbessern, vor allem aber, um im Kampf länger bestehen zu können.
Gut erholt und vollen Mutes reisten die Helden zurück nach Shedaklah, was ihnen durch den von Aza konstruierten Zauberstab auch sehr gut gelang, jedoch sind sie meilenweit entfernt vom Palast der gefallenen Dämonenlady zurückgekommen, wie das beim reisen durch die Ebenen nunmal so ist, aber durch Gambelgoth's Windwalk war es ein leichtes die Pilztürme erneut zu erreichen.
Etwa eineinhalb Meilen vor den Pilzen, verwandelten sich alle, mittels den Spruchrollen, die sie in Zazzesspur gekauft hatten, in einen Schreckensmaulwurf und gruben so schnell sie konnten hintereinander auf den Palast zu, aber schon nach einigen minuten stießen sie auf ein unterirdisches Nest von Locust-Dämonen, die nur in riesigen Schwärmen auftreten und welche den vordersten der Helden sofort angriff, nämlich Harek. Der war allerdings kaum von ihren angriffen beeindruckt und entschied sich sofort weiter zu graben. Also buddelte er den Gang einfach gerade in den Boden hinunter und die nachfolgenden Helden gruben ihm hinterher, ohne allzu großen Schaden durch die lästigen Insekten-Dämonen zu nehmen. Glücklicherweise verschwindet der von einem der Helden in Maulwurfsgestalt gegrabene Tunnel nach wenigen Sekunden wieder und ihre Feinde konnten keine Verfolgung aufnehmen.
Die Helden gruben weiter so schnell sie konnten und nach einiger Zeit erreichten sie endlich den Hauptpilz in dem sich Zyggtmoy befinden sollte. Sobald der erste von ihnen die pilzig-moosige Halle betrat stürmten schon die ersten Dämonen auf sie zu. Bei diesen Wesen des Abgrunds handelte es sich um Ratakeens?, die von den Helden aber nur scherzhaft Rhabarberqueens genannt wurden, da sich ihr Name ohnehin schon lächerlich anhörte und sie nicht wirklich eine ernsthafte Bedrohung darstellten, den der erste von ihnen wurde kurzerhand von Harek's Hammer ungespitzt in den Boden gerammt. Die nachstürmenden Helden taten es im gleich. Es war ein heilloses Gemetzel in dem die Dämonen keine Chance hatten sich zu retten. Vor allem Gambelgoth machte es den Rhabarberqueens schwer auch nur länger als ein paar Sekunden zu überleben, da er sie mit seinen heiligen Energieangriffen regelrecht pulverisierte und Aza verwandelte sich einmal mehr in rießige Ungetüme, wie Drachen und Elementarwesen und machte einigen Dämonen, mit nur einem Streich, den Gar aus. Die Halle wurde so rasch von allem Übel befreit, dass Leviathan, Delon und Aldaron kaum ins Geschehen eingreifen mussten und ihre Kräfte noch für spätere Bedrohungen aufsparen konnten, was sehr wichtig war, denn es sollte noch ein beschwerlicher Weg bis zu Herrin der Pilze werden.
In der Mitte des Raumes befand sich eine Treppe, die ins nächsthöhere Geschoss führt doch noch bevor einer der Helden sie betrat hörten sie eine grummlige Stimme von oben herunterbrüllen, die nachfragte was denn da unten los sei. Da kein Dämon mehr am Leben war um zu antworten, versuchte Leviathan seine Stimme zu verstellen, um möglichst glaubwürdig zu sagen, dass irgendjemand kurz eingedrungen sei, aber alles unter Kontrolle sei, was der Dämon der heruntergebrüllt hatte allem Anschein nach auch glaubte, was allerdings nur einen minimalen Vorteil darstellte, da Leviathan, Gambelgoth und Aldaron ohnehin kurz darauf die Treppe raufstürmten, um dass Massaker fortzuführen, welches sie so erfolgreich begonnen hatten.
Oben angekommen sahen sich die Abenteurer erneut umzingelt von einigen der Rhabarberqueens, die nur darauf warteten in Stücke zerschlagen zu werden, doch diesmal war etwas seltsames im Gange, denn Gambelgoth wurde von einem der Dämonen paralysiert und teilweise wurden die Zauber die Leviathan auf sich hatte unwirksam gemacht. Es wurde schnell klar, dass nicht alle dieser Dämonen nur Ratakeens? waren. Wenig später gab sich einer der getarnten Dämonen zu erkennen und zeigte seine wahre Gestalt und zwar die eines Glabrezus. Noch dazu war es nicht irgendein x-beliebiger Glabrezu sondern einer der berüchtigten Glabrezu-Zwillinge, die mit ihren riesigen, schwarzen, mit roten Runen verzierten Prügeln in den Pilzen auf und ab patroullierten. Nun war Vorsicht geboten, denn wo der eine auftauchte, kann sein Zwilling nicht weit sein, aber rasch wurden alle anderen Dämonen im Raum, vor allem von Gambelgoths "Channel positive energy", in kleine Aschehäufchen verwandelt und auch der zweite Glabrezu gab sich zu erkennen. Sofort machten sich die Nahkämpfer daran, über die beiden widerlichen Ungeheuer herzufallen, doch das war leichter gesagt als getan, denn zunächst versuchten die Dämonen ihre Zauber unwirksam zu machen und erschufen mehrere Ebenbilder von sich, die ineinander verschwammen, was es erheblich schwerer machte sie zu treffen. Glücklicherweise hatten sich die Zauberkundigen der Gruppe schnell eine Taktik zurecht gelegt, bei der sie gezielt abwarteten, was die Feinde für Zauber wirken würden, um sie dann rechtzeitig zu entzaubern. Bald fiel der erste der Glabrezu-Zwillinge, von unzähligen Schwerthieben Benelias und Leviathans und Hammerschlägen Hareks malträtiert, leblos in den Staub seiner eigenen Mitstreiter. Währenddessen lieferte sich Aldaron einen erbitterten Kampf gegen den anderen der Zwillinge und eigentlich sah es gut für ihn aus, da er seine Axthiebe präzise setzte und er zusätzlich wichtige Unterstützung von Delon bekam, der die Zauber, die der Dämon auf sich selbst gewirkt hatte, entkräftete, doch als der Glabrezu schon ein oder höchstens zwei Hiebe von seinem Tod entfernt war, bäumte er sich noch einmal mit aller Kraft auf und streckte Aldaron mit einem unglaublich wuchtigen Schlag nieder. Sein Körper flog, ebenso wie zuvor der Körper des anderen Glabrezu-Zwillings, reglos zu Boden, was die anderen Helden aber nur noch mehr mit Hass gegen diese dämonische Brut erfüllte und sich schließlich jeder der kriegslustigen Abenteurer dem letzten Übriggebliebenen zuwandten, der allerdings kurzerhand die Flucht ergreifen wollte, denn die Helden erkannten in seinem grässlichen Gesichtsausdruck, dass er versuchen würde, sich weg zu teleportieren. Aber wieder hindernden ihn Aza und Delon daran, da sie seine Zauberversuche wirkungslos machten, also musste er versuchen, ohne Magie zu entkommen, doch Leviathan stürmte sofort hinterher. Währenddessen kümmerte sich Gambelgoth um die Wiederbelebung Aldarons, und Harek versorgte einen Teil seiner Wunden. Sofort sprang Aldaron wieder auf die Beine, um die Verfolgung des Todschlägers aufzunehmen und in seinem Rachewahn wollte er alles daran setzen seinen Feind zur Strecke zu bringen und entschloss sich auf direktem Weg auf den Glabrezu-Zwilling anzustürmen, und zwar durch eine Pilzmauer, die ihm den Weg versperrte. Leider war er vom Kampf noch so geschwächt, dass er kurz bevor er die Mauer rammte über seine eigenen Beine stolperte und sein Gesicht unsanft die Wand touchierte und er sich die Nase zertrümmerte. Seinen Mitstreitern hingegen gelang es weiterhin erfolgreich, die Fluchtversuche des Dämonen zu unterbinden und ihn durch den heftigen Beschuss an Zaubern und Schwerthieben in die Knie zu zwingen, bis nichts mehr von ihm übrig blieb.
Danach rasteten die Helden kurz, um ihre Wunden zu versorgen, doch sie mussten sich beeilen, um nicht von weiteren Dämonen überrascht zu werden, also eilten sie den Pilz weiter nach oben. Immer wieder kamen sie an kleinen Wachkammern vorbei in denen ein paar Ratakeens die Zeit tot schlugen. Das einzige was allerdings tot geschlagen wurde, als die Helden auf die Ratakeens trafen, waren die Ratakeens selbst. So bahnten sie sich ihren Weg bis zu einem Gang, der mit enormen, grünen Ranken durchdrungen war und welche es einem Wesen, der nicht zur Brut von Zuggtmoy gehört, sehr schwer machen würden weiterzukommen. Aza hatte, wie so oft, die richtige Lösung parat. Sie verwandelte sich in einen Drachen und spie mit ihrem extrem heißen Feuerodem den Weg frei, sodass die Helden unbeschadet passieren konnten und weiter den schier endlosen Gang nach oben hetzten.
Plötzlich vernahmen sie die Stimmen von ein paar Dämonen, aber bevor sie sich hemmungslos auf sie stürzten beschlauschten sie ihr Gespräch, wodurch sie erfuhren, dass noch andere Helden aus der materiellen Ebene hier unten gefangen gehalten werden, aber die Helden widmeten sich pflichtbewusst ihrer eigentlichen Aufgabe, ohne sich von solchen nicht so wichtig erscheinenden Missionen ablenken zu lassen. Also folgten sie dem Gang, bis sie schließlich auf eine Nalfeshnee und ein halbes Dutzend Ratakeens stießen. Sofort stürmten die Helden und die Dämonen auf einander zu, wobei schon in den ersten paar Sekunden vier der Rhabarberqueens vernichtet wurden. Kurz darauf bemerkten alle der kriegslustigen Abenteurern, dass die Nalfeshnee versucht sich unbemerkt in Sicherheit zu bringen, doch ihr Teleportationsversuch wurde sofort dispelled und sie selbst von den Nahkämpfern in ihre Einzelteile zerlegt. Nun war nur noch ein Ratakeen übrig, der allerdings nicht, wie seine Kumpanen, niedergestreckt wurde, sondern niedergerungen und nach Informationen über die anderen Gefangenen und Zuggtmoy's Aufenthaltsort ausgequetscht wurde. Allzu viel gab der minderwertige Dämon nicht her, weswegen Harek, der barmherzige Paladin, sein Leiden, in dieser grässlich-hässlichen Dämonengestalt festzusitzen, mit einem sanften Hammerschlag beendete. Das einzig relevante was sie aus dem Dämon herausbekamen war, dass es nicht mehr weit zu Zuggtmoy's Thronsaal war, dass ein unglaublich raffinierter Schließmechanismus den Weg dorthin versperrt und dass es sich bei den Gefangenen um eine Bardin und ihren Beschützer handelt.
Angespornt davon, schon so weit gekommen zu sein und noch immer lechzend nach dämonischen Blut hetzten die Helden den Turm weiter hinauf, entweder um ihre Mission heroisch zu erfüllen oder, um in ihren sicheren Tod zu laufen, denn der Kampf gegen Zuggtmoy würde ihnen alles abverlangen, und noch mehr...

- Aldaron

Sunday, June 23, 2013

Driderspalte

17.9.1382 bis 4.10.1382


Zequa´Xis Vandree, Schüler des Gromph Baenre sollte die Helden auf ihrem Weg in die Driderspalte begleiten. Dieser lästige Drow.
Die Kritische Masse hatte keine Probleme in die hässliche Spalte zu gelangen. Mit Spinnen und Dridern überhäuft mussten sie sich über eine Stunde durch ihre Reihen schlagen. Es war nicht leicht, doch schließlich zogen sich die Drider zurück und die Helden standen bis zu den Knöcheln im Blut ihrer Feinde. Sie mussten noch tiefer in die Höhlen eindringen um zu Ichlald, dem Drider Verwandler zu gelangen. Die Helden wählten den Weg durch die Kristallgänge von Uvhurn. Die Kristalle erwiesen sich als tückisch, teilweise so leicht zerbrechlich wie gesprungenes Glas, mussten die Helden aufpassen wo sie entlang gingen. In einer Höhle wurden sie von vibrierenden Kristallungeheuern angegriffen.
Vier dieser unscheinbaren aber diamantharten Wesen versperrten ihnen den Weg und attackierten sie zunächst mit Vibrationen, die einen erstarren ließen, wenn man nicht zäh genug war dem zu widerstehen. Für die meisten war es kein Problem, doch besonders Zequa´Xis machten diese Angriffe zu schaffen. Ohne Scheu griffen die Helden, Delon und Aldaron voran, die Ungetüme an, doch Delon zog mehr Aufmerksamkeit auf sich als er wollte, da sich gleich drei dieser Kristallhaufen auf ihn stürzten. In der Not zog er sich taktischer zurück und legte eine Wall of Force leidergottes so, dass sich Aldaron als einziger auf der Seite der Monster befand, doch er kämpfte tapfer weiter. Ein weitere Hinterhältigkeit, die die Angriffe der Monster inne hatten, war, dass sie einen zu Kristall erstarren lassen konnten, falls man ihren Angriffen nicht rechtzeitig ausweicht, doch dies gelang glücklicherweise keinem. Aldaron setzte all seine Kraft, oder vielleicht auch Verzweiflung, da er von seinen Kameraden abgeschnitten war, in seine Angriffe und dezimierte seine Gegner Stück für Stück. Nachdem Delon die Barriere wieder aufgehoben hatte, griffen alle wieder ins Kampfgeschehen ein und auch Zequa´Xis half den Abenteurern, obwohl es anfangs so aussah, als wäre er nur zur Zierde mitgereist, da er ohnehin nur wie versteinert da stand oder sich darauf beschränkte abfällige Bemerkungen über die Kampftaktik der Helden zu machen. Letztendlich schafften sie es mit vereinten Kräften und ohne gröbere Schwierigkeiten die kristallenen Ungeheuer zu vernichten und ihre Reise zu Ichlald fortzusetzen, allerdings nicht ohne eine Nacht in Aza´s Ropetrick zu verbringen, um sich von den Strapazen der Driderspalte zu erholen und sich für einen eventuell bevorstehenden und schwierigen Kampf vorzubereiten.
Schließlich standen Aldaron, Delon, Gambelgoth und die anderen Gefährten Ichlald und seiner mutierten Brut gegenüber. Der meisterhaften Überredenskunst von Aldaron war es zu verdanken, das die Masse den Auftrag glorreich vollendete und zu aller Überraschung, ausnahmsweise mal nicht zu ihren Waffen greifen musste, um ihren Willen durchzusetzen und als sie zurück nach Menzoberranzan kamen erlebten sie einen Abend voller Freuden und Unterhaltung. Sie wurden mit zwei goldenen Tickets ins Amphitheater der Drow eingeladen.
Das Theather war äußerst nobel und es fehlte den Helden an nichts. Es gab reichlich Wein, ein reich gedecktes Buffet und auch sehr aufreizende Drow-Frauen, die wohl alles mit sich machen ließen, was Delon in jener Nacht noch fesstellen sollte. Die Vorstellung selbst war kaum zu überbieten, an Dramaturgie und Inszenierung. Die Illusionen, die die Magier schufen, wirkten echter als so manche Realität und obwohl das Stück so fesselnd war, bemerkten die Helden doch, dass sie von allen Seiten genauestens beobachtet wurden, allerdings war nicht zu erkennen, ob es sich um Jarlaxle`s, Gromph`s oder Careil`s Leute handelt oder sogar um Mitglieder des vierten Hauses oder im schlimmsten Fall um Anhänger der Engel der Goldspitze, die versuchen die Helden am Herumpfuschen einer Prophezeihung zu hindern.
Dort trafen sie auch auf Jarlaxle selbst, der trotz seiner freundlichen und lockeren Art wieder auf seine Bedürfnisse und Wünsche hinwies, welche sich natürlich in keinster Weise geändert hatten. Er ließ einfach nicht vom Duell mit Careil ab oder eben in eine düstere unterirdische und giftige Sumpflandschaft zu gehen, um einen Staff of Power den wiederwärtigen Klauen einem Monster zu entreißen, welches ein Abkömmling einer Hydra und einem Balor sein soll. Allein die Vorstellung an so eine abscheuliche Kreatur würde einigen Leuten starke Übelkeit empor kommen lassen, ganz zu schweigen davon, wie die Kreatur überhaupt in diese Welt gekommen ist. Also berieten sich die Helden kurz vor den Augen und Ohren von Jarlaxle, wobei Delon lediglich einer schönen Drow-Frau habhaft werden wollte und Jarlaxle ihm den gefallen tat und gleich die zwei Besten die man nur gleichzeitig haben konnte für ihn aussuchte. Jarlaxle verabschiedete sich, noch bevor die Abenteurer zu irgendeinem Ergebnis kommen konnten, und meinte es sei ja noch genug Zeit darüber zu sinnieren und die Helden sollen sich melden wenn sie sich einig darüber sind, wie sie ihn glücklich machen sollten.
Am nächsten Tag hatten die Helden wieder eine Audienz bei Gromph. Dieser war von ihrem Erfolg begeistert. Er wollte sie somit nicht weiter testen und kam zur letzten Aufgabe. Es sollte eine Heldentat sein, welche eines so mächtigen Atefaktteils würdig sei. Als Dreingabe bot er den Helden noch als zusätzlichen Ansporn an, ein Duell gegen Careil zuzulassen, wobei es sich hierbei nicht um ein Kartenspiel handeln sollte, sondern in der von den Helden gewohnten Disziplin: Mit Waffen und Magie.
Sie sollten in die 222. Ebene des Abgrunds um dort eine gefallene Dämonenherrscherin zu stellen.
Ihre Afgabe bestand darin, ein silbernes, von Gromph geschaffenes Gefäß aufzustellen und mit dessen Hilfe dieses mächtige Wesen gefangen zu nehmen. Die Umstände, nämlich ihr Pilzpalast welcher 4 Meilen hoch war, ihre Untertanen, das das Gefäß eine Minute ohne Unterbrechung aktiv sein sollte und wahrscheinlich etliche andere Dinge die sie nicht bedachten, machten diese Aufgabe zur Schwierigsten, der sie sich jemals stellen mussten. Sie nahmen an. Gromph überreichte den Helden eine Art Schreibstift, der, wenn man ihn entzwei brach, einem in unheilvolle Nebelwälder der Albträume bringen sollte, die sich jedoch weit entfernt von dem Palast der Dämonenherrscherin befand. Der Erzmagier klärte die Helden über die Umstände von Zuggtmoy auf, die nach einigen Jahren Absenz, wieder in ihr Reich zurückgekehrt war, doch nunmehr als gefallene Dämonin, was sie keinesfalls ungefährlicher machte. Einstweilen machte sich jedoch ein anderer Dämonenherrscher auf der 222. Ebene des Abgrunds breit und der Einfluss der Gefallenen könnte stark geschmälert sein, ebenso wie ihr Palast, der ursprünglich aus einem Vielfachen an Pilzen, die schier unendlich in den Himmel ragten, bestand.
In der nächsten Nacht wurde Gambelgoth zum Gefäß seines Fluches. Er hatte einen Anfall, schlimmer denn je und sah hundert Dinge zugleich. Er sollte mit vier gebrochenen Gliedmaßen, eingestuhlt und eingenässt wieder zu sich kommen. Doch was er gesehen hatte sollte viele andere Orakel vor Neid erbleichen lassen. (Tethyr und die geplante Krönung Andurs, die Scharzschildfeste und das Abkommen mit den Riesen, der Wealdath und die Shade, Perlengarns Flucht und die Zusammenarbeit mit Zargreilores, die Auflösung der Pulverhand und noch einiges mehr)


-Benelias-

Sie sollten… (kommt hier noch was?)